Zwei Herforder Brüder im „Großen Krieg”

Ein wieder entdeckter Briefwechsel aus dem Ersten Weltkrieg

Für Mittwoch, den 31. Oktober 19 Uhr lädt das Städtische Museum zusammen mit der VHS und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu einem besonderen Vortragsabend ins Daniel-Pöppelmann-Haus ein. Prof. Dr. Gunilla Budde, die seit 2005 deutsche und europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in Oldenburg lehrt, und Studierende stellen den Briefwechsel der Herforder Ernst und Gerhard Budde mit ihrer Mutter, der zwischen 1914 und 1918 entstand, vor.

Eine andere Annäherung an den „Zeitgeist“ des Ersten Weltkriegs, die vor allem dem Erfahrungs-und Gefühlsleben seiner „Helden und Heldinnen“ an Front und Heimatfront nachspürt, ist Ziel der Vortrags-Lesung 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs. Dank einer Fülle internationaler Forschungsarbeiten wissen wir viel über Strategien, Erfolge, Niederlagen, soziale und politische Folgen des ersten „totalen Krieges“. Aber welche Emotions-Landschaften kämpfende Söhne und bangende Mütter durchlebten, können wir nur ahnen, allein Ego-Dokumente – Briefe und Tagebücher – erlauben Einblicke.

Unter der Leitung von Prof. Budde haben Studierende der Carl von Ossietzky Universität deshalb die kürzlich wieder entdeckten Briefe der Brüder aus Herford (Jg. 1894 und 1897) und ihrer Mutter (Jg. 1866) transkribiert, diskutiert und kontextualisiert. Wie nah der Krieg dank solcher persönlichen Zeugnisse uns heute, hundert Jahre später, kommen kann, haben sie in der gemeinsamen Arbeit mit der Korrespondenz erfahren. In der aus den Briefen konzipierten Lesung mit Einführung stellen Prof. Budde sowie die Studierenden Mareike De Wall, Merle Hinrichs, Manuela Janssen, Björn Jeddeloh und Diana Schmack ihre gewonnenen Einsichten vor.


Der Eintritt ist frei, eine Spende wird gerne genommen.

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