Coronavirus – Erster Fall in NRW nachgewiesen

Erstmals ist das Coronavirus (COVID-19) auch in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden: Die Infektion wurde bei einem Mann aus dem Kreis Heinsberg diagnostiziert. Er ist zur Behandlung im Krankenhaus.

„Wir mussten spätestens seit den ersten Fällen in Bayern davon ausgehen, dass auch in Nordrhein-Westfalen mit einem Import von Infektionsfällen sowie weiteren Übertragungen und Infektionsketten zu rechnen ist. Die zuständigen Behörden gehen den Fällen nun mit Hochdruck nach, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus so gut es geht zu verhindern. Es ist nicht auszuschließen, dass es weitere Fälle im Land geben kann. Aber unser Gesundheitswesen ist für solche Erkrankungen gut vorbereitet und aufgestellt“, sagt dazu NRW Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Auch der Kreis Herford ist auf mögliche Corona-Fälle vorbereitet.

Das Klinikum Herford und Gesundheitsamt des Kreises stehen in enger Absprache. Da das Herforder Klinikum als einziges Krankenhaus im Kreis Herford über eine auch für diesen Fall ausgerüstete Infektionsstation verfügt, haben bereits im Vorfeld Gespräche zwischen Klinikum und Gesundheitsamt stattgefunden. Alle Maßnahmen erfolgen in enger Absprache mit übergeordneten Behörden, darüber hinaus gibt es standardisierte Handlungsanweisungen, die den jeweiligen Erfordernissen je nach aktueller Lage angepasst werden.

Das Gesundheitsamt des Kreises Herford ist zuständig, wenn es nach bestätigten Fällen um die Ermittlung von Kontakt-Personen geht. Auch hierfür gibt es entsprechende Ablauf-Pläne und vorbereitete Listen. Zudem berät das Gesundheitsamt seit Wochen sowohl besorgte Patienten aber auch Kollegen und Mediziner.
Wie kann man sich allgemein vor einer Virus-Ansteckung schützen?

Es gelten die gleichen Schutzmaßnahmen wie auch für andere Atemwegserkrankungen (z.B. Virusgrippe / Influenza oder grippale Infekte):

– Benutzung von Einmaltaschentüchern

– häufiges gründliches Händewaschen

– enge körperliche Kontakte vermeiden

– das Niesen in die Ellenbeuge und nicht in die Hand

Wie bei einem Corona-Verdacht vorgehen?
Menschen, die grippeähnliche Symptome aufweisen und sich zu dem zuvor in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder mit Menschen Kontakt hatten, die nachweislich am Corona Virus erkrankt sind, sollten ihren Hausarzt bzw. eine Notarztpraxis zunächst telefonisch kontaktieren, um die weitere Vorgehensweise abzuklären.

Das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, das Robert-Koch-Institut (Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten) und das Paul-Ehrlich-Institut (Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel) haben Informationen über das Virus und vorbeugende Maßnahmen zusammengestellt. Sie geben im Internet auch Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Das Ministerium hat zudem eine Coronavirus-Hotline geschaltet: (0211) 855 47 74.
Allgemeine Informationen finden sich unter

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