Schulprojekte am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland
Schulprojekte und Gottesdienst am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg

„Ich habe mehr gelernt als in jeder Schulwoche!“ Fachabiturientin Franziska zieht ein begeistertes Fazit nach vier Tagen Projektwoche am evangelischen Berufskolleg in der Radewig und Olga meint: „Ich bin da raus gegangen und hatte keine Angst mehr!“ Beide haben sich mit ihrer Gruppe dem Thema 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland über ein Theaterstück genähert und dieses bei der Abschlusspräsentation in der Schulaula in Ausschnitten aufgeführt. Besonders die Körperbewusstsein und Persönlichkeit stärkenden Übungen von Schauspielerin und Theaterpädagogin Anna-Maria Lehmann haben die Schüler*innen vorangebracht.

Die gesamte Schulgemeinschaft hat sich vom Thema der Projektwoche inspirieren und bereichern lassen: Lehrkräfte und Schüler*innen/ Studierende haben die eingeschränkte Wahrnehmung des Judentums auf den Holocaust und die Zeit des Nationalsozialismus deutlich erweitert und ein neues Interesse an jüdischer Religion und Kultur mitgenommen. Einen großen Anteil hatte daran sicherlich die kreativ-künstlerische Herangehensweise der Projekte. Dank einer Förderung durch Bundesinnenministerium und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien konnten insgesamt acht Künstler*innen für die Leitung der klassenübergreifenden Projekte gewonnen werden:

  • Malerin Suzanne Austin
  • Filmemacher Ivo Tödtmann
  • Literaturpädagogin Christine Ruis
  • Schauspielerin Anna-Maria Lehmann
  • Musiker Harald Kießlich
  • Musikpädagoge Frank Thienemann
  • Künstlerin Rebecca Budde de Cancino
  • Tänzer Dirk Kazmierczak.

Für den Förderantrag kooperierte das Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg erneut mit den Falken, die jeweils auch die Gedenkstättenfahren nach Krakau und Auschwitz der „Schule mit Courage“ begleiten. Das Elisabeth-von-der Pfalz-Berufskolleg dankt außerdem Christoph Laue vom Stadtarchiv Herford, der Stadtbibliothek, Prof. Matitjahu Kellig von der jüdischen Gemeinde, Andreas Smidt-Schellong von der Kirchengemeinde Herford Mitte und der Rockakademie OWL.

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