Impfzentrum Kreis Herford auf Unwetter vorbereitet

Impfzentrum Kreis Herford auf Unwetter vorbereitet – Impftermine wenn möglich einhalten

Kreis Herford. An diesem Wochenende gilt eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. Erwartet werden langanhaltende und mitunter kräftige Schneefälle, Schneestürme und Glatteisbildung. Die stärksten Schneefälle treten voraussichtlich in der Nacht zum Sonntag auf. Nach den bisherigen Aussagen des Wetterdienstes soll der Schneefall im Kreisgebiet bis Sonntagabend anhalten. Zusätzlich werden Böen, stürmischer Ostwind und Schneewehen erwartet.

 

Der Betrieb des Impfzentrums Kreis Herford in Enger ist dennoch gesichert und startet am kommenden Montag – wie geplant – um 14 Uhr.

„Natürlich geht es Montag los. Viele haben lange auf den Impftermin gewartet und sich durch ein kompliziertes Anmeldeverfahren gekämpft. Wir hoffen, dass sich die Wetterlage beruhigt und die ersten Impflinge unbesorgt und ungehindert ins Impfzentrum nach Enger gelangen können. Am Impfzentrum und rundherum werden die Zufahrtswege und Fußwege freigeräumt“, führt Markus Altenhöner, Krisenstabsleiter des Kreises Herford, aus.

Bürger*innen, die einen Impftermin haben und bei einer unsicheren Wetterlage nicht selbst zum Impfzentrum fahren oder durch Angehörige, Freunde oder Nachbarn gebracht werden können, können sich mit örtlichen Hilfsorganisationen in Verbindung setzen. Diese können möglicherweise spontan sichere Transporte übernehmen. Im Notfall bietet auch der Kreis einen Transport an. Weitere Informationen können am kommenden Montag, 08.02., auch über das Bürgertelefon des Kreises eingeholt werden. Das Telefon ist am Montag ab 8 Uhr erreichbar unter der Telefonnummer 05221 13 15 00.

 

Der Kreis Herford weist darauf hin, dass Impftermine aufgrund der Erlasslage des Gesundheitsministeriums noch am terminierten Tag verimpft werden müssen. Hintergrund: Der Impfstoff ist nur begrenzt haltbar und unterliegt strengen Lagerungsvoraussetzungen. „An diese Vorgaben des Gesundheitsministeriums müssen wir uns halten. Der Impfstoff muss am selben Tag, an dem die Impfung geplant ist, verimpft werden und darf nur in Ausnahmefällen am Folgetag verimpft werden“, erklärt Markus Altenhöner und ergänzt: „Wir werden aber auch für die Personen eine Lösung finden, die ihren Impftermin aus wichtigen Gründen nicht einhalten können. Also auch in Ausnahmefällen aufgrund schlechter Witterungslage. Unser Bürgertelefon ist für mögliche Absagen und Fragen erreichbar.“

Abschließend bittet Altenhöner: „Planen Sie aufgrund der Witterungsverhältnisse bei der Anreise mehr Zeit ein. Sollten Sie sich dennoch verspäten, bleiben Sie bitte ruhig. Denn schlechte Witterungsverhältnisse und Hektik können schnell zu Unfällen führen. Auch wer sich verspätet, wird geimpft.“ 

Im Impfzentrum des Kreises am Bustedter Weg 16 in Enger wird in der kommenden Woche von 14 – 18:15 Uhr geimpft, zunächst aber nur die über 80-Jährigen, die auch einen bestätigten Termin für diese Tage haben. Die Berechtigungen werden bei der Einlasskontrolle am Impfzentrum geprüft. Personen ohne Termin und unter 80 Jahren werden nicht geimpft.

Zusatzinfo: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Betrieb im Impfzentrum:

Wo liegt das Impfzentrum?

Das Impfzentrum  befindet sich in Enger (Besenkamp), Bustedter Weg 16, ehemaliges Gebäude der Firma Wellmann-Küchen (später Alno-Küchen) im Gewerbegebiet, nahe dem Minden-Weseler-Weg.

Wie bekomme ich einen Termin?

In Westfalen-Lippe können impfberechtigte Bürger online unter www.116117.de einen Termin vereinbaren. Darüber hinaus wird auch eine telefonische Terminvergabe unter den kostenfreien Telefonnummern 116 117sowie ausschließlich in Westfalen-Lippe auch unter 0800 116 117 02 möglich sein.

Grundsätzlich gibt es immer zwei Impftermine im Abstand von drei Wochen, damit der Impfstoff seinen vollständigen Schutz entfaltet.

Wichtig: Es sind zunächst ausschließlich diejenigen Bürgerinnen und Bürger  berechtigt einen Termin bei der Kassenärztlichen Vereinigung zu vereinbaren, die das 80. Lebensjahr vollendet  haben.

Wichtig: Eine Impfung ist nur mit einem Termin möglich. Ohne Termin kann das Impfzentrum nicht betreten und erhalten auch keine Impfung. Die Berechtigung zur Impfung wird in jedem Einzelfall geprüft.

Was muss zur Impfung mitgebracht werden?

Personalausweis/ Reisepass (auch abgelaufene Dokumente werden anerkannt)

– Gesundheitskarte

– Impfausweis (falls vorhanden)

– Einwilligungserklärung (ausgefüllt, noch nicht unterschrieben)

– Aufklärungsbogen (ausgefüllt, noch nicht unterschrieben)

Wie erreiche ich das Impfzentrum?

Wer mit dem PKW anreist, findet vor dem Impfzentrum ausreichend Parkplätze.

Zudem ist das Impfzentrum auch mit dem Bus erreichbar: Direkt vor dem Impfzentrum befindet sich die Bus-Haltestelle der Linie 654. Die Haltestelle heißt: „Impfzentrum“. Die Buslinie 647 von Herford Bahnhof über Hiddenhausen hält an der Bus-Haltestelle „Hobrock“ in Besenkamp (ca. 500 m Fußweg entlang des Minden-Weseler-Wegs).

Der Zugang zum Impfzentrum ist auch für Menschen, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, gewährleistet.

Wird eine persönliche Begleitung benötigt, kann diese die zu impfende Person bis zum Eingang führen. Ab dort unterstützt das Helferteam des Impfzentrums. In außergewöhnlichen Fällen kann die Begleitung auch mit in das Impfzentrum kommen.

Fragen beantwortet auch das Bürgertelefon unter 05221-13 15 00.

Wie kommen nicht mobile Personen zum Impfzentrum?

Der Kreis Herford und das Deutsche Rote Kreuz tragen dafür Sorge, dass auch die Menschen geimpft werden können, die nicht selbst zum Impfzentrum fahren können.

In erster Linie sind die Familie, Nachbarn, Verwandte oder Bekannte dafür vorgesehen, die betroffenen Personen zum Impfzentrum zu fahren. Sollte das nicht funktionieren, wird vor allem auf ehrenamtliche Organisationen vor Ort gesetzt. Das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist bei der Hilfe für nicht mobile Personen von besonderer Bedeutung. Sollten die hilfsbedürftigen Personen auch von dieser Seite keine Unterstützung bekommen können, hilft das Bürgertelefon unter 05221 131500 weiter.

Zudem hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) angekündigt, dass die Fahrtkosten zum Impfzentrum unter bestimmten Voraussetzungen erstattet werden: Die Fahrt muss vom Arzt verordnet sein, es muss ein Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG”, „Bl” oder “H” oder ein Einstufungsbescheid in den Pflegegrad 3, 4 oder 5 vorliegen. Zu einem späteren Zeitpunkt werden nicht mobile Menschen auch zu Hause geimpft werden können.

Wer betreibt das Impfzentrum?

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) stellt das medizinische Fachpersonal und ist für die medizinischen Fragen zuständig. Neben den Impfungen organisiert die KVWL auch die Terminvergabe für die über 80 Jährigen. Der Kreis Herford ist für sämtliche Infrastrukturfragen zuständig. Die beinhalten die Planung, den Betrieb und die Logistik. Zudem ist der Kreis Ansprechpartner für das Ministerium. Die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb des Impfzentrums übernehmen der Bund und das Land.

Das Deutsche Rote Kreuz nimmt insbesondere die Aufgaben der Zugangskontrolle, des Check Ins sowie der Nachbetreuung wahr. Zudem unterstützt die Bundeswehr den Betrieb des Impfzentrums mit insgesamt 15 Soldat*innen.

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