Diskussion um dem Wolf

CDU-Kreistagsfraktion im Dialog mit Kreisjägerschaft
Zu den aktuellen Themen gehörte auch die Diskussion um dem Wolf

Kreis Herford. Im Rahmen ihrer letzten Fraktionssitzung hat sich die CDU-Kreistagsfraktion mit der Kreisjägerschaft ausgetauscht. Seitens der Kreisjägerschaft namen der erste Vorsitzende Matthis Ebmeyer und der Schatzmeister Fritz Wiegand teil, begleitet wurden sie vom Kreisjagdberater Jochen Meyer zu Bexten.

In einem interessanten Austausch stellten die Jäger zunächst einige Themen vor die sich in der Diskussion befinden. Hier wurde zunächst über das Landesjagdgesetzt berichtet, welches sich mit der Novellierungen nach dem Regierungswechsel in die richtige Richtung entwickle, so Fritz Wiegand. Man sehe hier dennoch die Herausforderung in Zukunft die Allgemeingültigkeit des Jagdscheins trotz länderspezifischer Regelungen sicherzustellen, ergänzte Matthias Ebmeyer.

Als besondere Herausforderung stellte sich im Dialog mit der Kreisjägerschaft aktuell die wachsende Population von Waschbären dar, so wachse die Zahl der Waschbären exponentiell. „Die Tiere gehen auch in Wohnungen und an Mülleimer, überall wo es etwas zu Essen gibt. Wir haben im Jahr 2017/2018 300 Waschbären, im Jahr 2018/2019 500 gefangen und für 2019/2020 gehe ich von 1.000 Waschbären aus.“, so Kreisjagdberater Meyer zu Bexten. Da Waschbären nur von speziell geschulten Jägern mit Lebendfallen gefangen werden dürfen, kommen hier zwei Probleme zusammen. So ist die Zahl der Jäger mit entsprechendem Fangnachweis zu gering und aufgrund der hohen Kosten von circa 500 EUR für eine Lebendfalle ist der Fang auch eine finanzielle Belastung.
Thematisiert wurde auch die afrikanische Schweinepest, sowie die aktuelle Situation um den Wolf. Hinsichtlich der Wölfe berichtete der Kreisjagdberater, dass die Tiere aus seiner Sicht zunehmend ihre Scheu verlieren, was womöglich daran liegt, dass sie hier nicht bejagt werden.

Positiv war die einhellige Meinung der Kreisjägerschaft über den Kreis Herford als untere Jagdbehörde, „Hier wird wirklich pragmatisch und konstruktiv zusammengearbeitet, das liegt klar auch am persönlichen Einsatz einzelner Mitarbeiter.“
Abschließend bedankte sich der CDU Fraktionsvorsitzende Michael Schönbeck für den guten Austausch und sagte zu dem Wunsch der Jäger diesen Austausch zu verstetigen nachzukommen. „Mit Blick auf die hohen Kosten für die Lebendfallen werden wir im Kreis diskutieren ob wir unterstützen können. Mit Blick darauf, dass die Jägerschaft bei der Fallwildentsorgung, also der Entsorgung von Wild nach Verkehrsunfällen, eine freiwillige Aufgabe für den Kreis Herforder erbringt kann eine Unterstützung in anderen Bereichen angemessen sein.“, so Schönbeck

Bildunterschrift: v.l.n.r. Fritz Wiegand, Jochen Meyer zu Bexten, Matthias Ebmeyer und CDU Kreistagsfraktionsvorsitzender Michael Schönbeck

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