Zentrale Abstrichstelle geht an den Start

Zentrale Abstrich-Stelle geht morgen an den Start

Kreis Herford. Ab Dienstag geht die zentrale Abstrich-Stelle für den Kreis Herford in Betrieb. Auf dem Gelände des H20 an der Wiesestraße können jeden Tag – auch am Wochenende – von 10 bis 16 Uhr Abstriche genommen werden. „Wir hoffen, dass wir dadurch etwas mehr Ruhe in die hausärztliche Praxis, den ambulanten Notdienst und unsere Kliniken bekommen. Zudem verringern wir das Ansteckrisiko in den Wartezimmern der Arztpraxen“, betont Landrat Jürgen Müller, der zudem dem H20 ein großes Dankeschön für die schnelle und umfangreiche Unterstützung ausrichtete.

Der Standort am H20 eignet sich besonders gut aufgrund seiner Größe, der nötigen Infrastruktur und der zentralen Lage“, erklärt Andreas Heistermann vom Kreis Herford. Der Ablauf vor Ort gestaltet sich wie folgt: Nachdem die Personen auf das Gelände gefahren sind, werden Sie registriert. Danach fahren Sie durch ein großes Zelt, wo ein Arzt einen Abstrich vornimmt. Hinter dem Zelt kann das Gelände wieder verlassen werden, ohne aus dem Auto ausgestiegen zu sein. Die genauen Fahrrouten sind auf dem Gelände eindeutig ausgeschildert.

Wichtig: Es werden nur Abstriche von Personen genommen, die durch ihren Hausarzt, eine Notfallpraxis oder den hausärztlichen Notdienst (116/117) an die zentrale Abstrich-Stelle verwiesen wurden. Personen, bei denen das nicht der Fall ist, werden direkt wieder vom Gelände geleitet. Die Arztpraxen und Notfalldienste bekommen von dem Gesundheitsamt eine Telefonnummer genannt, unter der sie ihre Patienten für einen Abstrich an der zentralen Abstrich-Stelle anmelden können.

Dr. Marie-Luise Kluger, Leiterin des Kreis-Gesundheitsamtes, appelliert in diesem Zusammenhang an das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. Abstriche sollten denen Menschen zur Verfügung stehen, bei denen ein Test wirklich notwendig ist. „Es ist nicht förderlich, wenn sich Bürgerinnen und Bürger nur aufgrund ihres eigenen Sicherheitsbedürfnis testen lassen wollen, ohne dass Sie Symptome haben, aus einem Risikogebiet kommen oder Kontakt zu Infizierten hatten“, so Kluger. Das bestätigt auch Dr. Rolf Wilmsmeier von der Kassenärztlichen Vereinigung. „Die Abstrich-Stelle dient dazu, eine Abstrich-Möglichkeit für viele Menschen zu gewährleisten. Wir sind nicht für grundsätzliche Untersuchungen hier“.

Dank der guten Zusammenarbeit mit dem THW und DRK,  Labor Krone und dem Softwareland konnte die zentrale Abstrich-Stelle innerhalb weniger Tage schnell organisiert werden.

 

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