Update Corona Kreis Herford 30.7.

Update Corona Kreis Herford 30.07.2020 – Elf neue Fälle und achter Todesfall – Krisenstabsleiter erklärt aktuelle Entwicklung – Landrat bittet um umsichtiges Verhalten

Kreis Herford. Im Kreis Herford sind seit gestern elf neue Corona-Fälle dazugekommen, die Zahl der Genesenen steigt gleichzeitig auf 392. Kreisweit sind demnach 32 aktuelle und insgesamt 432 bestätigte Infektionen bekannt.

Zudem ist ein neuer Todesfall hinzugekommen. Bei der Person handelt es sich um einen 67-jährigen Mann aus Herford mit schweren Vorerkrankungen, der an Corona verstorben ist. Landrat Jürgen Müller spricht den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus. „Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des Verstorbenen. Ich möchte ihnen mein aufrichtiges Beileid aussprechen“, so der Landrat.

Im Kreis Herford gibt es somit insgesamt acht Todesfälle, wobei 6 (laut Totenschein) an Corona verstorben sind und 2 mit Corona. In stationärer Behandlung befinden sich derzeit fünf infizierte Personen. Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (10), Spenge (6), Hiddenhausen (1), Bünde (11), Löhne (2) und Vlotho (2)

 Sieben von elf Infizierten sind Reiserückkehrer

„Die neuen Fälle sind zum großen Teil auf zwei größere Familien zurückzuführen. Insgesamt haben sich sieben der elf Personen im Ausland infiziert, von denen fünf bei der Rückkehr bereits Symptome gezeigt haben“, erklärt Kreisdirektor und Krisenstabsleiter Markus Altenhöner. „Die betroffenen Personen haben sich vorbildlich verhalten und sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben“, so Altenhöner weiter. Trotz des Anstieges in den vergangenen Tagen ist die Lage übersichtlich. „Wir haben alle Kontaktpersonen ermittelt und können die Infektionsketten nachvollziehen. Es besteht kein Grund zur Beunruhigung“, stellt der Krisenstabsleiter fest.

 

 

 

Landrat bittet um umsichtiges Verhalten

 

Landrat Jürgen Müller appelliert an alle Reiserückkehrer, weiter vorsichtig und umsichtig zu bleiben. „Alle Bürgerinnen und Bürger, die aus einem Risikogebiet einreisen, müssen sich testen lassen und sich umgehend in häusliche Isolierung begeben. Damit schützen sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere“, so der Landrat. Auch alle anderen Urlauberinnen und Urlauber sollten bei ihrer Rückkehr genau auf Symptome des Corona-Virus achten. Dazu zählen am Häufigsten Fieber, Trockener Husten und Müdigkeit, aber auch Atembeschwerden, Kurzatmigkeit oder der Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns.

 

Die Zahlen steigen nicht nur bei uns im Kreis Herford, sondern auch bundesweit wieder etwas an. Das zeigt, dass das Virus immer noch da ist. Das Beste, das jede Einzelne und jeder Einzelne tun kann, ist Abstand zu halten, die Hygienemaßnahmen zu beachten und dort, wo es notwendig ist, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen“, ergänzt Landrat Jürgen Müller.

 

 

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Einreise aus Risikogebieten

Kreis Herford. Das Bürgertelefon des Kreises Herford erreichen in diesen Tagen viele Fragen von Reiserückkehrern. Dabei fällt auf, dass die Auskünfte für eingetroffene Passagiere an den Flughäfen teilweise nicht korrekt sind. Wichtig: Nach der Einreise aus einem Risikogebiet muss in jedem Fall eine sofortige Quarantäne angetreten werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst:

Stehe ich grundsätzlich unter Quarantäne, wenn ich nach Deutschland einreise?

Nein. Nur wenn man aus einem Risikogebiet einreist, muss man sich 14 Tage zu Hause absondern, darf also sein Zuhause nicht verlassen und auch keinen Besuch bekommen. Eine Liste der Risikogebiete wird auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert. Wichtig: Während des Urlaubes können sich die vom RKI genannten Risikogebiete ändern:https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

 

 

Muss ich mich irgendwo melden?

Ja. Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich immer sofort nach ihrer Einreise beim Gesundheitsamt ihrer Stadt oder ihres Kreises melden, auch wenn sie am Flughafen eine andere Auskunft bekommen. Reisende, die im Kreis Herford wohnen, melden sich bitte beim Bürgertelefon unter 05221/13-1500. Alternativ dazu können sie das Formular für Reiserückkehrer auf der Homepage des Kreises Herford unter „Informationen für Reiserückkehrer“ ausfüllen.

 

Gibt es eine Möglichkeit, vorzeitig aus der Quarantäne entlassen zu werden?

Ja. Man kann entweder schon im Urlaubsland einen Test machen oder nach seiner Rückkehr nach Deutschland. Das Testergebnis aus dem Ausland muss bestimmte Kriterien erfüllen. Es muss in deutscher oder englischer Sprache geschrieben sein, das Geburtsdatum und den Namen des Getesteten enthalten, der Test muss nach dem RT-PCR-Verfahren durchgeführt worden sein und das Ergebnis darf bei der Einreise nicht älter als 48 Stunden sein. Man wird nur aus der Quarantäne entlassen, wenn das Ergebnis negativ ist und man keine Symptome hat. Das gilt auch für Kinder, egal wie alt sie sind.

 Wo kann ich mich testen lassen und wer bezahlt den Test?

Einen Test kann man bei seinem Hausarzt machen lassen. Sollte dieser nicht da sein, kann er auch durch seinen Vertreter durchgeführt werden. Es gibt auch Labore oder Abstrichstellen, die Tests durchführen. Die Kosten muss der Reiserückkehrer selbst tragen. Da die Gebühren für einen Test sehr unterschiedlich sein können (zwischen 50 € und 200 €), sollte man sich vorab erkundigen, mit welchen Kosten man rechnen muss. Der Kreis Herford hat sich in einem Schreiben beim Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (NRW) dafür eingesetzt, dass das Land die Kosten für die Corona-Tests übernimmt.

 Muss ich mein Testergebnis irgendwo vorzeigen oder ist die Quarantäne sofort aufgehoben?

Das negative Testergebnis muss dem Gesundheitsamt vorgelegt werden.  Es wird darum gebeten, sich unbedingt zuerst telefonisch unter 05221/13-1500 zu melden und die Kontaktdaten anzugeben, bevor das Testergebnis an das Gesundheitsamt geschickt wird, da es sonst nicht zugeordnet werden kann. Alternativ dazu kann dasFormular für Reiserückkehrer auf der Homepage des Kreises Herford unter „Informationen für Reiserückkehrer“ ausgefüllt werden.

Es reicht aus, wenn eine Kopie oder ein Foto des Testergebnisses, auf dem das gesamte Dokument gut erkennbar ist, per E-Mail an das Postfach gesundheit-corona@kreis-herford.de geschickt wird. Alternativ geht es auch per Post:

Kreis Herford
Gesundheit
53.4 Gesundheitsschutz und zentrale Dienste
Amtshausstraße 2
32051 Herford

 

Bekomme ich eine Bescheinigung vom Gesundheitsamt?

Ja, das Gesundheitsamt bescheinigt sowohl die Meldung über den Aufenthalt in einem Risikogebiet, als auch die Entlassung aus der Quarantäne. Wichtig: Solange man keine Bescheinigung oder zumindest die mündliche Auskunft darüber erhalten hat, dass man aus der Quarantäne entlassen ist, muss zu Hause geblieben werden.

Weitere Informationen zum Thema findet man auf der Homepage des Kreises Herford unter „Informationen für Reiserückkehrer“.

Kreis Herford bietet Gütersloh Unterstützung an

Aufgrund der angespannten Lage hat der Kreis Gütersloh die Nachbarkreise um personelle Unterstützung gebeten. Der Kreis Herford will helfen. „Solidarität ist in diesen Zeiten besonders wichtig. Obwohl wir beim Kreis Herford in der derzeitigen Situation gut ausgelastet sind, möchten wir unseren Nachbarn helfen, diese Situation zu bewältigen. Wir planen deshalb, Personal für Gütersloh zur Verfügung zu stellen und befinden uns in Gesprächen“, so Landrat Jürgen Müller.

 


 

Statement Landrat Jürgen Müller: „Wir reagieren vorsorglich, weil wir die Menschen, die dort untergebracht sind, schützen wollen und natürlich auch die Mitarbeitenden und deren Angehörige. Es ist uns gelungen, einen möglichen Ausbruch bereits im Vorfeld zu lokalisieren. Wir müssen trotzdem davon ausgehen, dass durch die Testungen nun auch die die Zahl der Infizierten in der ZUE steigt. Hier zeigt sich, wie gut die Entscheidung war, die Zahl der Bewohner in der ZUE nicht zu erhöhen. Die Stadt Herford und der Kreis Herford hatten sich dafür vehement eingesetzt.“

Krisenstabsleiter Norbert Burmann „Die Neuinfektionen im Kreis Herford waren in den letzten Wochen konstant rückläufig. Trotz der nun steigenden Zahlen können wir im Kreisgebiet noch von einer überschaubaren Situation sprechen. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, dürfen die Bewohner das  Einrichtungsgelände vorerst nicht verlassen.

Im Kreis Herford gibt es insgesamt sieben Todesfälle, wobei 5 (laut Totenschein) an Corona verstorben sind und 2 mit Corona. In stationärer Behandlung befinden sich derzeit zwei infizierte Personen. Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (9), Spenge (3) und Löhne (2).

Mit freundlichen Grüßen

 

Statement Landrat Jürgen Müller bewertet Corona-Lage im Kreis Herford als übersichtlich:

„Ich nehme den leichten Anstieg der Corona-Infektionen ernst, bewerte den Anstieg bisher aber nicht als besorgniserregend. Noch sind wir bei den aktuellen Zahlen einstellig und wir hatten im Kreis Herford auch noch keine Corona-Hotspots. Neue Fälle waren bisher in der Kontaktverfolgung gut zu bearbeiten, unser Gesundheitsamt hat eine gute Übersicht. Wichtig bleibt aber auch weiterhin: Wir alle müssen mitmachen also: Abstandhalten und die Mund-Nasen-Schutz- und Hygienevorschriften beachten“.

Statement Norbert Burmann (Dezernent Kreis Herford und Krisenstabsleiter) appelliert für die neue Corona-Warn-App:

„Ich möchte zusätzlich appellieren, die gerade freigeschaltete Corona-Warn-App des Bundes zu nutzen. Die App ist ein sinnvoller Beitrag, um Infektionsketten schnell zu erkennen und zu unterbrechen. Wir hoffen natürlich, dass sich trotz der Lockerungsmaßnahmen keine zweite Corona-Welle entwickelt, in jedem Fall aber ist die App ein gutes Warn-Instrument für jeden Nutzenden“. 

Foto: Landrat Jürgen und Krisenstabsleiter Norbert Burmann haben die neue Corona-Warn-App natürlich seit heute auf ihrem Handy installiert.

 

 

www.kreis-herford.de

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