Das Drei-Länder-Spiel

10. Orgelsommer-Konzert in der Münsterkirche

Herford. Aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich stammen die Kompositionen des 10. Orgelsommerkonzerts, das am Sonntag, 25. August, um 18 Uhr in der Münsterkirche beginnt. Solist dieses Drei-Länder-Spiels ist James Lancelot, einer der führenden britischen Konzert-Organisten. 32 Jahres lang war er verantwortlich für die musikalische Arbeit an der Kathedrale von Durham.

Vorwiegend wird Lancelot englische Orgelmusik aus verschiedenen Jahrhunderten spielen, ebenso eine Hommage an Johann Sebastian Bach und Charles Widor, der vor 150 Jahren geboren wurde.

In Bachs Fantasie (und Fuge) g-Moll wechseln sich leidenschaftliche, rhapsodische Passagen mit eher ruhigeren Zwischenspielen ab. Die Fuge behält ihren Impetus bei. Das Thema ist selbst in den längeren Episoden, nur von den Händen gespielt, stets präsent.

Der „Substantial Vers“ von Thomas Tomkins ist eine, für das Frühbarock typische, freie Fantasie. Sie nimmt ein einfaches Motiv auf und verwendet es in der Imitation während des gesamten Werkes.
Samuel Wesley war ein überaus produktiver Komponist. Auch wegen seiner kurzweiligen Orgelmusik ist er in Erinnerung geblieben. Air und Gavotte wird James Lancelot spielen.
Die „Grand Ophicleide, das erste Tuba-Register der Welt, wurde 1840 in der Stadthalle von Birmingham installiert. Und Felix Mendelsohn, der jene Orgel gut kannte, hatte möglicherweise dieses Register im Sinn, als er die Eröffnung seiner 3. Sonate überarbeitete. Lancelot wird sie vorstellen.
Percy Whitlock war Kirchen- und Kino-Organist zu gleich. In seiner Plymouth-Suite von 1937 versinnbildlicht er die Flottenverbände. Wer Fantasie hat, hört die Fahnen flattern . . .
Edward Elgars „kaiserlicher Marsch“ zeigt dessen Fähigkeit, für große Anlässe mitreißende Zeremonien-Musik zu schreiben. Die folgende Komposition bietet Kontrast: William Harris besuchte 1930 Leipzig und die Thomaskirche. Das war die Anregung für ein „Prelude“ als Hommage an Bach.
Das Konzert endet, wie es begann: in g-Moll mit einem der schönsten symphonischen Sätze Charles-Marie Widors, dem Eröffnungs-Allegro seine 6. Symphonie.

VIER STADTSPAZIERGÄGE

Von der Neustadt zur Abtei führt Marcel Mowe.
Treffpunkt ist der Eingang zur Johannis-Kirche am Neuen Markt.

Die Orgel der Münsterkirche stellt Stefan Kagl, der Künstlerische Leiter des Orgelsommers, vor.
Treffpunkt ist das „Tor unter den sieben Sonnen“ der Kirche (an der Seite zum Kantor-Haus).

„Alt _ klein_ aber . . . die Radewig“. So heißt die Führung, die Helmut Beversdorff anbietet.
Treffpunkt ist der Gänsebrunnen auf dem Gänsemarkt.

Eine Führung durch das Museumsdepot bietet die Leiterin des städtischen Museums, Sonja Langkafel, an. Treffpunkt ist das Telekom-Hochhaus, Auf der Freiheit 3. Diese Führung ist für maximal 15 Teilnehmer. Anmeldung bei der Pro Herford, unter 189-1521.

Die Führungen beginnen um 16.30 Uhr und enden an der Münsterkirche, in der um 18 Uhr das Konzert beginnt.

Programme sind in der Tourist-Information im, Zimmer 25 (ehemaliges Trauzimmer) sowie in den beteiligten Kirchen erhältlich.

Die Konzertreihe wird durch die Stiftung der Sparkasse Herford, die Stadtwerke Herford und die Ahlers Kulturstiftung unterstützt. Für die Stadtführungen engagiert sich der Innenstadtverein „inHERFORD“.

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