Buddeln für das Klima: Kreis Herford pflanzt fast 150 Bäume

Herford. „Stell dir vor, am 3. Oktober würde jeder Mensch in Deutschland einen Baum pflanzen. 83 Millionen. Jedes Jahr. Ein neuer Wald. Von Nord nach Süd, von Ost bis West. Für das Klima. Und für dich und deine Familie. Für unsere Zukunft“. So lautet das Motto der Initiative „Einheitsbuddeln“ des Landes Schleswig-Holstein, an dem sich auch der Kreis Herford beteiligt.

Ambitioniertes Ziel des Projektes ist es, dass jede und jeder Bundesbürger zum Tag der deutschen Einheit einen Baum pflanzt. In Zeiten, in denen Klimaschutz besonders erforderlich ist, möchte der Kreis Herford die große Baumpflanz-Aktion tatkräftig unterstützen. Dazu pflanzt die untere Naturschutzbehörde im gesamten Kreisgebiet bis Jahresende 2019 insgesamt 146 Bäume.

Den Anfang machten Landrat Jürgen Müller und Karin Bohrer von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Herford. Auf einer Fläche an der Straße Heidelholz in Vlotho griffen die beiden zur Schaufel und pflanzten einen Obstbaum ein. Hier sollen in den nächsten Tagen 20 weitere Obstbäume eingepflanzt werden. „In sieben bis acht Jahren können hier dann Äpfel von der Sorte Gravensteiner gepflückt werden“, erklärt Karin Bohrer. Landrat Jürgen Müller freut sich besonders auf mehr Obst aus dem Kreisgebiet. „Solche Obstwiesen sind wichtig. Damit tragen wir dazu bei, dass wir uns im Kreis Herford wieder mehr auf Lebensmittel von vor Ort besinnen“.

Bäume gelten als besonders wirksame Maßnahme gegen den Klimawandel, da sie in der Lage sind, das von Menschen produzierte CO2 aus der Luft aufzunehmen und es in lebensnotwendigen Sauerstoff umzuwandeln. Der Trend ist jedoch eher gegenläufig – viele Wälder werden immer weiter abgeholzt. Dürren, Schädlinge und Klimawandel bedrohen die Bäume zusätzlich. „Mit unserer Pflanzaktion möchten wir einen weiteren Teil zum Klimaschutz beitragen und ein wichtiges Zeichen setzen“, betont Müller. Neben Vlotho werden auch in den Gemeinden Rödinghausen, Kirchlengern und Hiddenhausen sowie in Bünde und Herford auf kreiseigenen Flächen verschiedene Baumarten eingepflanzt.

Getane Arbeit: Landrat Jürgen Müller (v.r.), Karin Bohrer (Umweltamt), Andreas Volk (Gartenbauhof Bünde-Dünne) und Praktikantin Karola Wölfel (Umweltamt) neben dem frisch gepflanzten Apfelbaum.

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