Stromspar-Check im Kreis Herford: Energieeffizienz und Klimaschutz für alle

Kreis Herford. Mit strahlenden Gesichtern überreicht das Stromspar-Team einen „Stromspar-Scheck“ an Landrat Jürgen Müller: ganze 500 Tonnen an CO2-Emissionen konnten durch ihre Beratungen bei 275 Haushalten im Kreis Herford mittlerweile schon eingespart werden. Der Grund dafür ist der „Stromspar-Check“, mit dem die Abteilung Maßarbeit des Diakonischen Werkes seit 2016 Haushalten mit geringem Einkommen dabei hilft, ihre Energiekosten zu reduzieren. Die Bilanz nach 2 Jahren kann sich sehen lassen: Auf insgesamt über 250.000 Euro summieren sich die langfristigen Einsparungen für die Haushalte.

„Nicht nur die Beratung, wie Menschen in ihrem Haushalt Geld einsparen können, ist ein tolles Angebot. Auch der Beitrag zum Klimaschutz ist wichtig – durch die Tipps können wir im Alltag CO2 einsparen und so unser Klima beeinflussen“, betont Landrat Jürgen Müller. So können alle Bürgerinnen und Bürger zum Klimaschutz im Kreis Herford beitragen, und mittlerweile 500 Tonnen Emissionen vermieden werden.

Das 5-köpfige Stromspar-Team beeindruckt mit vielen, leicht umsetzbaren Tipps, um im Haushalt Energie zu sparen. „Mit nur einem Grad Temperaturunterschied im Kühlschrank lassen sich schon 6 % Energie einsparen!“, sagt Stromsparhelfer Michael Konrad. Aber auch auf den ersten Blick überraschende Hinweise gibt es von den erfahrenen Stromsparhelfern: „Das Kurzwaschprogramm bei der Waschmaschine ist ein echter Energiefresser. Ein Waschgang sollte mindestens eine Stunde dauern, das spart trotz der längeren Dauer mehr Energie ein“, erklärt Manfed Korff.

„Bisher gab es noch keinen Haushalt, bei dem wir keinen hilfreichen Tipp auf den Weg geben konnten. Es gibt immer wieder neue Aha-Momente!“, berichtet Projektleiterin Lisa Altrogge. Die Beratung ist immer individuell und findet in der eigenen Wohnung statt. Beim ersten Besuch nehmen die Stromsparhelferinnen und -helfer sämtliche Strom- und Wasserverbräuche auf und analysieren das Nutzerverhalten. Aus diesen Angaben werden dann mit Hilfe einer Datenbank die entsprechenden Einsparpotenziale berechnet und ein detaillierter Effizienzplan für den Haushalt erstellt. In einem zweiten Besuch bauen sie dann die jeweils sinnvollen Energie- und Wassersparartikel im Wert von bis zu 70 Euro ein und geben konkrete Tipps für weitere Einsparmöglichkeiten beim Heizen und Lüften, Kochen oder Waschen. So können die Haushalte ihre jährlichen Energiekosten um durchschnittlich 180 Euro reduzieren.

Die Stromsparhelferinnen und -helfer kennen die Alltagsprobleme von Haushalten mit geringem Einkommen aus eigener Erfahrung, denn sie waren vor ihrer Qualifizierung selbst arbeitslos – deshalb können sie auf Augenhöhe beraten. Das Jobcenter Herford unterstützt das Projekt mit rund 150.000 Euro, um den ehemals langzeitarbeitslosen Menschen eine sinnvolle Beschäftigung und Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Für die Tätigkeiten im Stromspar-Check wurden die Teilnehmer von der Energieagentur NRW umfangreich geschult. Außerdem hilft das Jobcenter dabei, die Kontakte zu vermitteln und geeigneten Haushalten den Stromspar-Check vorzustellen: „Wir freuen uns über dieses tolle Projekt, denn es ist sehr hilfreich, dass es eine Stelle gibt, an die man sich bei Energiefragen zum eigenen Haushalt wenden kann“, berichtet Uta Bollhöfener.

Von den gesunkenen Energierechnungen profitiert zudem der Kreis Herford. Er trägt – zusammen mit dem Bund – die Kosten der Unterkunft bei Beziehern von Arbeitslosengeld II und Grundsicherung und hat bisher 64.000 Euro eingespart.

Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es den bundesweiten Stromspar-Check, in dem der Deutschen Caritasverband und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) die Bekämpfung von Energiearmut und die Erreichung von Klimaschutzzielen miteinander verknüpft haben. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Infokasten

500 Tonnen CO2 entsprechen:

Einer Fahrt von rund 60 Mal um die Erde mit dem Auto.

1 Millionen Vollwaschgänge mit der Waschmaschine.

Dem Volumen von einem LKW mit 3500 großen Anhängern mit einer Länge von 250 Kilometern.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: Stromspar-Check Kreis Herford, Goebenstraße 68, 32051 Herford, 05221-177590, stromsparcheck@massarbeit.org und www.stromspar-check.de und facebook.com/stromsparcheck.

 

Bemerkung der Redaktion:

in Petershagen steht Europas größtes Steinkohlekraftwerk und es läuft eigentlich als Reseverkraftwerk  und  läuft jeden Tag auf 100 % Volllast.

Gewinnmaximierung heißt dies.

Es ist ein Oldtimer und verbraucht jeden Tag 7000 tonnen Steinkohle und produziert damit 21000 Tonnen CO2 pro Tag.

Für 1 Tonnen Steinkohle braucht eine ausgewachsene Buche 80 Jahre zur Verarbeitung des CO2.

7000 Tonnnen pro Tag kann sich jeder mal ausrechnen.

 

Hier wird gejubelt über 500 Tonnen Einsparung in 2 Jahren.

Das ist ein tolles Ergebniss, dass so viele Haushalte durch Einsparung so viel erreichen.

Eine der größten Umweltverschmutzer im Kreis Herford ist in unmittelbarer Nähe!

 

Siehe auch den Film:

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