Kunstpaten im Marta-Labyrinth

Kunstpaten im Marta-Labyrinth

Die am 22. Juni eröffnende Ausstellung „Willkommen im Labyrinth – Künstlerische Irreführungen“ wird mit sechs großformatigen Raum¬installationen von internationalen Künstler*innen die Gehry-Galerien von Marta Herford tiefgreifend verändern und in einen inspirierenden Parcours verwandeln.

Mit Dr. Stella Ahlers, Eckard Hofmeister und Heiner Wemhöner hat das Museum erstmals für eine Ausstellung drei großzügige Kunstpaten an seiner Seite, die jeweils eines der aufwändigen Werke finanziell begleiten.
„Mit solch großartiger Unterstützung können wir international gefragte Künstler*innen Freiräume bieten, etwas wirklich Einmaliges für unser Museum zu realisieren. Das ist eine der großen Stärken von Marta Herford“, fasst Direktor Roland Nachtigäller seine Begeisterung über diese Kooperation zusammen.

Dr. Stella Ahlers, Vorstandsvorsitzende der Ahlers AG und Gründerin der Stiftung Ahlers Pro Arte sowie der Ahlers Kulturstiftung / Fondation Restany, wird mit ihrer Kunstpatenschaft die Japanerin Chiharu Shiota (*1972, Osaka) unterstützen. Seit Mitte der 1990er Jahre setzt die Künstlerin mit schwarzen, weißen oder roten Fäden dynamische Linienstrukturen in den Raum, in die sie oftmals gebrauchte Gegenstände verwebt, wie zum Beispiel Koffer, Schlüssel oder – wie im Marta – ganze Türen. Shiota lehrte u. a. als Gastprofessorin am California College of the Arts und erzielte mit ihrer Teilnahme an zahlreichen Biennalen und Ausstellungen weltweite Aufmerksamkeit. „Ich habe diese Künstlerin sehr früh für mich entdeckt und es deshalb gerne mit ermöglicht, dass sie nun im Marta mit einer großen Installation präsentiert wird.

Außerdem sehe ich in diesem Projekt den idealen Auftakt zu der Ausstellung und den begleitenden Veranstaltungen unserer Stiftung im Herbst dieses Jahres, in denen es um Künstlerinnen und insbesondere um die Darstellung von Frauen in der Kunst geht“ begründet Frau Dr. Ahlers ihr Engagement.
Eckard Hofmeister, Geschäftsführer von Hofmeister Dach + Asphalt GmbH, unterstützt als Kunstpate eine begehbare Raumfolge von Christian Odzuck (*1978, Halle an der Saale), einer der heimlichen Favoriten der letztjährigen Skulptur Projekte Münster. Für die Lange Galerie im Marta entsteht ein atmosphärisch dichter Gang durch Geschichte und Mythos, der mit einfachen Baumaterialien und grandiosen Gesten die Räume neu bestimmt. Odzuck lehrt zur Zeit sowohl an der Hochschule als auch an der Kunstakademie Düsseldorf. Marta ist gebaute Kunst. Eine Skulptur die für sich spricht. In diesen außergewöhnlichen Räumen, einen neuen Raum, ein neues Raumgefühl zu schaffen ist spannend und faszinierend.“, erklärt der Unternehmer Hofmeister sein Engagement.

Heiner Wemhöner, Geschäftsführender Gesellschafter von Wemhöner Surface Technologies sowie Gründer und Vorsitzender der „Wemhöner Stiftung“, widmet seine Kunstpatenschaft dem chinesi-schen Künstler Song Dong (*1966, Beijing). Dessen Installation erinnert formal an eine mongolische Jurte, besteht aber aus zahllosen verspiegelten Fenstern, Türen und Lampen aus seiner Heimat Peking. Der Raum, der optisch unendliche Weite suggeriert, wird in der Ausstellung zu einem sozialen Ort für Besuchergruppen, Vereine und Initiativen. Song Dong zählt seit den 1990er Jahren zu den wichtigsten Vertretern der chinesischen Konzeptkunst, war bereits zur documenta 13 (2012), zu mehreren Biennalen und in Museen weltweit eingeladen. „Es war gar nicht so sehr mein unterneh-merisches Engagement in China, was mich für Song interessiert hat. Vielmehr fand ich es interessant, ein ambitioniertes Projekt eines international geschätzten Künstlers zu fördern, das ich selbst gerne realisiert sehen würde – erst recht hier im Marta“, betont Heiner Wemhöner

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