Coronavirus – Weitere Informationen

Die Zahl der Abstriche in den Laboren steigt nicht rasant an. Nach wie vor werden in der Regel nur Abstriche gemacht, wenn ein Patient Symptome zeigt, aus einem Risikogebiet kommt oder Kontakt mit einem bereits Infizierten hatte.

Weil der erste Fall im Kreis Herford sehr überschaubar ist (vorbildliches Verhalten, kaum Außenkontakte, sofort häusliche Quarantäne nach Rücksprache mit Hausarzt und Gesundheitsamt) sind auch weitere größere Organisations-Maßnahmen nicht nötig. Der Krisenstab des Kreises ist also noch nicht einberufen worden.

Größere Veranstaltungen

Der Kreis Herford empfiehlt derzeit, über mögliche Absagen von Veranstaltungen mit größerem Besucheraufkommen im Einzelfall zu beraten. Im Kreisgebiet ist derzeit keine erhöhte Infektionsgefahr zu erwarten.

Sehr wohl ist auch – unabhängig von diesem konkreten Fall – im Kreis Herford das Risiko einer Verbreitung des Virus SARS-CoV-2 gegeben. Übertragungen kommen sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich vor, ebenso bei Veranstaltungen jeglicher Art, bei der viele Menschen auf einem begrenzten Raum zusammen kommen.
Aufgrund der derzeitigen Lage liegen nach Auffassung des Gesundheitsamtes die Voraussetzungen für eine ordnungsbehördliche Anordnung zur Absage von Veranstaltungen nicht vor.

Sobald es im Kreis Herford weitere bestätigte Fälle einer Erkrankung mit dem Coroanvirus geben, wird je nach Situation das Risiko einer Ausbreitung anders einzuschätzen sein, so dass auch mit kurzfristigen Absagen von Veranstaltungen gerechnet werden muss.

Auf jeden Fall sollte aber der Veranstalter im eigenen Interesse, eine Risikoabwägung bzgl. des Teilnehmerkreises (hinsichtlich Anzahl der zu erwartenden Teilnehmer, Teilnahme von Menschen aus Regionen mit gehäuftem Auftreten von COID-19-Fällen, Teilnahme von Menschen aus anderen bekannten Risikogebieten etc.), der Art der Veranstaltung (Anzahl und Intensität der Kontaktmöglichkeiten, Dauer der Veranstaltungen), des Ortes der Veranstaltung (Freiluftveranstaltung, Größe der Räume, Belüftung der Räume etc.) durchzuführen.

Es sollte durchaus nach Möglichkeiten gesucht werden, Veranstaltungen bei denen das Risiko der Verbreitung des Virus wegen einer der genannten Gegebenheiten erhöht ist (zum Beispiel hohe Teilnehmerzahl in beengten Räumen), zu verschieben.

Soweit Veranstaltungen vom Veranstalter nicht verschoben oder abgesagt werden, sollte unbedingt folgendes sichergestellt sein:

Ausreichende Möglichkeiten der Händehygiene
Sicherstellung einer dem Infektionsrisiko angemessene Belüftung der Veranstaltungsräume
Begrenzung oder Reduzierung der Teilnehmerzahl, falls in begrenzten Räumlichkeiten eine hohe Teilnehmerzahl erwartet wird.

Auf die Allgemeinen Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlung für Großveranstaltungen des Robert-Koch-Institutes zur Ausbreitung des SARS-CoV-2 Erregers wird verwiesen.

Für Veranstaltungen mit Ordnungskräften und Rettungskräften ist auch das Risiko der gegenseitigen Ansteckung zu sehen und damit das Risiko, dass ganze Einheiten ausfallen. Hier dürfte die Absage von Veranstaltungen angezeigt sein.
Es gibt bereits Veranstaltungen, die abgesagt werden. Kreisbrandmeister Bernd Kröger hatte beispielsweise dazu geraten hat, die Wehrversammlung der Engeraner Feuerwehr abzusagen, um das Risiko einer Infektion unter den Feuerwehrleuten zu vermeiden, da im Falle einer Corona-Infektion die ganze Feuerwehr unter Quarantäne müsste.

Bürgertelefon des Kreises auch am Wochenende besetzt

Das Bürgertelefon des Kreises ist auch am Wochenende besetzt, weil wir erwarten, dass vermehrt Anfragen aus der Bevölkerung kommen. Besetzt ist das Telefon mit 3-6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreises.

Für Anfragen rund um das Coronavirus steht das Bürgertelefon des Kreises seit Donnerstag unter 05221 / 13 – 15 00 zur Verfügung. Das Bürgertelefon ist wochentags von 8 bis 17 Uhr und heute von 9-16 Uhr und an diesem Wochenende von 9 – 15Uhr (Samstag) und 9-13 Uhr (Sonntags) Neben und außerhalb der Geschäftszeiten des Bürgertelefons des Kreises Herford gibt es auch weitere Hotlines, an die sich Bürgerinnen und Bürger wenden können. Wer eine gesundheitliche Beratung bezüglich des Coronavirus braucht und fürchtet sich angesteckt zu haben oder seinen Hausarzt telefonisch nicht erreicht, kann sich telefonisch an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Die Hotline ist erreichbar über die Telefonnummer 116117.Auch das NRW Gesundheits-Ministerium hat eine Coronavirus-Hotline geschaltet: (0211) 91191001.
Infos vom Gesundheitsamt

Das Gesundheitsamt des Kreises Herford in engem Kontakt zu den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, den Krankenhäusern, den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. Bei seinem Vorgehen orientiert sich das Gesundheitsamt an den aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Ziel ist es, eine Ausbreitung des SARS CoV-2 zu verhindern.
Das Gesundheitsamt erklärt in diesem Zusammenhang noch einmal, das man sich ohne Symptome und ohne besonderen Grund nicht auf das neuartige Coronavirus testen lassen müsse: „Ein Test macht nur dann Sinn, wenn Zeichen eines grippalen Infektes und weitere Risikofaktoren vorliegen“, erklärt Dr. Marie-Luise Kluger. Für Personen mit Symptomen gilt nach wie vor: Telefonisch den Hausarzt kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen. Am Wochenende ist auch der Ärztliche Bereitschaftsdienst Ansprechpartner. Die Hotline ist erreichbar über die Telefonnummer 116117.
Aktuelle Infos
Der Kreis Herford informiert außerdem aktuell auf seiner Internetseite (www.kreis-herford.de ) über die aktuelle Situation im Kreisgebiet. Hier finden sich auch Links zu wichtigen Institutionen, die über Corona-Infektionen – und wie man sie verhindern kann – informieren:
Allgemeine Informationen finden sich unter • Robert-Koch-Institut www.rki.de • Paul Ehrlich Institut https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/coronavirus-node.html
• Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales www.mags.nrw/coronavirus • Auswärtige Amt https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/-/2296762

Sich selbst und andere schützen

Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. Also:

Beim Husten und Niesen Abstand halten oder sich wegdrehen.
In die Armbeuge niesen. Am besten in ein Taschentuch, das Sie sofort entsorgen.
Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife waschen.

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