Posaunenchor Herford-Mitte gestaltet Turmblasen

Die Turmbläser der Kirchengemeinde Herford-Mitte haben das Blasen vom Rathausturm am kommenden Samstag, dem 9. November, übernommen. Weil der 9. November in Deutschland aber nicht irgendein Datum ist, spiegelt sich das auch im Programm wider. Es betont die Verbundenheit von Christen und Juden angesichts des Pogroms der sog. Reichskristallnacht von 1938, Verbundenheit erst recht als Antwort auf das jüngste Attentat von Halle und die uneingestanden judenfeindliche Gesinnung in Teilen der Bevölkerung unseres Landes.
Darum eröffnen und beschließen die Bläser ihr Programm mit Melodien aus Israel wie ,,Hevenu shalom alejchem“ und ,,Shalom chaverim“-Lieder, die dem Hass die Versöhnung entgegenstellen. Das Psalmlied ,,Nun danket Gott, erhebt und preiset“ aus dem Ev. Gesangsbuch als christliche Fassung von Psalm 105 stimmt ein in das Loben des Gottesvolk Israel.
Die andere, nach 30 Jahren deutscher Einheit bedeutungsvolle Seite des 9. November, nämlich den Fall der Mauer, das Ende der Teilung Deutschlands und den Anfang vom Ende der Teilung Europas, drücken Choräle aus ,,Großer Gott, wir loben dich“ und ,,Nun danket alle Gott“, aber auch der Ruf zur Besinnung ,,Wach auf, wach auf, du deutsches Land“.
In diesem thematischen Rahmen fügen sich die Choräle ,,Wohl denen, die wandeln“ bzw. ,,Wir warten dein, O Gottessohn“, Wochenlieder des letzten und des kommenden Sonntags, dazu Instrumentalstücke der Leipziger Barock-Komponisten Johann Pezel und Gottfried Reiche.

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