Nachtwächter leistet Amtshilfe

Schon seit Jahren dreht der Bünder Stadtführer Jörg Militzer in Gestalt des authentischen Vorbildes, Nachtwächter Friedrich „Papa“ Frentrup (1848 bis 1910), seine spätabendlichen Runden durch „die alte Ort“, also den ehemaligen Siedlungskern südlich der Else. Doch historisch gesehen gab es im heutigen Stadtgebiet sogar mehr als ein Revier, in dem in Bünde Nachtwächter auf ihre Streifzüge gingen. So ist für den Bereich der Kirchstraße, einem Teil der heutigen Bahnhofstraße, ein Kollege Frentrups als „Tagelöhner Kütenbrink“ nachgewiesen. Da jedoch in dessen Wirkungskreis auf dem nördlichen Else-Ufer schon lange kein Nachtwächter mehr nach dem Rechten gesehen hat, wirft Frentrup auch einmal einen Blick auf diesen Teil der Stadt. Wobei seine Begleiter (wie gewohnt) auf humorvolle und informative Art und Weise auf so manchen sehenswerten Winkel der Stadt und dessen historische Bedeutung aufmerksam gemacht werden.
Treffpunkt ist am Freitag, dem 22. Februar um 20:30 Uhr das Dammhaus auf dem Museumsareal. Eine Tageskasse ist wie immer eingerichtet.

Foto: In der im Juni 1957 erschienenen Ausgabe der „Ravensberger Heimat“ erinnerte Luise Bücker an Nachtwächter „Kübenbrink“, den sie zeichnerisch mit „Hurlbrincks Dackel Schnurzel“ auf die Straßen im „Buine“ des Jahres 1870 schickte.

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