Klage gegen Salzeinleitung in Weser

Kreis Herford beteiligt sich an Klage gegen Salzeinleitung in Weser

Kreis Herford. Auch der Kreis Herford wehrt sich weiter gegen die Einleitung von salzhaltigen Abwässern in die Werra und Weser. Gemeinsam mit 18 anderen Kreisen, Städten Gemeinden beteiligt sich der Kreis Herford an einer Klage gegen die Einleitungen. Das hat der Kreisausschuss am Abend (10.02.) einstimmig beschlossen.

Das Regierungspräsidium in Kassel hat einem Kalibergbau-Unternehmen aus  Philippsthal genehmigt, weiterhin erhöhte Clorid- und Sulfatabwässer in die Werra einzuleiten. Die Salzlast wirkt sich bis weit in die Weser aus. Die genehmigten Mengen überschreiten die üblichen Grenzwerte im hohen Ausmaß, begründen die Kläger. Im Kreis Herford ist das ökologische Gleichgewicht der Weser betroffen sowie das Naturschutzgebiet Weseraue in Vlotho. Ufernahe Trinkbrunnen in Vlotho sind zu dem bereits jetzt durch die Salzeinleitung belastet. Gegen diese Genehmigung soll nun eine Klage eingereicht werden.

Jahrelanger Widerstand gegen Salzeinleitung

 

Die von dem Unternehmen seit vielen Jahren vorgenommene und auch weiterhin

beabsichtigte Einleitung von stark salzhaltigem Abwasser in die Werra war schon wiederholt Gegenstand der Beratungen in den Kreisgremien. Bereits 2007 hat der Kreistag eine Resolution gegen den geplanten Bau einer Pipeline zur Einleitung von Salzlauge in die Werra beschlossen, Ende 2009 hat der Kreistag einstimmig eine Resolution des Wesertages e. V. zur Verringerung der Salzbelastung von Werra und Weser unterstützt. 2010 hat der Kreisausschuss Einwendungen gegen die Erteilung einer Erlaubnis zur Einleitung von salzhaltigem Abwasser in die Werra erhoben. 2012 hat der Kreistag eine weitere Resolution „Keine Salzwasserleitung an die Oberweser“ verabschiedet.

Foto Archiv: Herford-aktuell

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