Interaktive Unterichtsstunde

Eine ganz außergewöhnliche Unterrichtsstunde hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für Schülerinnen und Schüler vorbereitet: Dabei nimmt es die Kinder und Jugendlichen auf eine “Virtuelle Reise ins Weltall” mit. Den “Reiseführer” spielt dabei Tobias Bohnhardt – Mitarbeiter im DLR_School_Lab Berlin. In diesem Schülerlabor fanden auch die Dreharbeiten zu der Sondersendung statt, die das DLR heute auf seinem YouTube-Kanal online gestellt hat.

Mit VR-Brille und einem schreibtischgroßen Tablet-Display führt Bohnhardt das Internet-Publikum durch die Internationale Raumstation ISS und zeigt, wo dort gearbeitet, gegessen und geschlafen wird. Auch einen Spacewalk mit faszinierendem Blick auf die Erde können die jungen Zuschauer aus der Perspektive eines Astronauten miterleben – fast als wären sie live dabei. Danach geht es weiter zum Mond, wo man in einer realitätsgetreuen Präsentation neben Neil Armstrong die Oberfläche erkundet. Und anschließend gibt es noch eine Tour durchs Sonnensystem mit spektakulären Bildern vom Mars und anderen Planeten.

Sich von Technik und Forschung begeistern lassen – ganz einfach von zu Hause aus

Normalerweise besuchen bis zu 40.000 Schülerinnen und Schüler pro Jahr die 13 DLR_School_Labs, um hier anhand von Mitmach-Experimenten in die faszinierende Welt der Forschung einzutauchen. Nachdem das DLR seine Schülerlabore jedoch schon Anfang März wegen der Corona-Pandemie geschlossen hatte, wurden kurzfristig mehrere Online-Angebote für die schulfreie Zeit entwickelt.

Neben zahlreichen Anregungen für zu Hause – unter der Überschrift “ScienceAtHome” auf dem Jugendportal des DLR zu finden – wurde so auch “DLR_School_Lab TV” aus der Taufe gehoben, das mit der Reise ins Weltall nun erstmals auf Internet-Sendung geht. Innerhalb weniger Tage wurde die Idee unter strenger Beachtung der momentanen Hygienevorschriften von einem kleinen Team und dank der Unterstützung des DLR-Notlagenteams Ost umgesetzt. Tobias Bohnhardt, der bereits bei der DLR_Raumfahrt_Show als Moderator auf der Bühne stand, beantwortet dabei auch Fragen von Kindern, die das DLR vorab per Mail erreicht haben.

“Viele Schulklassen hatten sich auf den Besuch in unseren Schülerlaboren und auf die DLR_Raumfahrt_Show gefreut. Da sie nun nicht zu uns kommen können, kommen wir eben online zu ihnen”, sagt Tobias Bohnhardt. Und der DLR-Vorstandsbeauftragte für Nachwuchsförderung, Dr. Volker Kratzenberg-Annies, ergänzt: “Wir wollen einfach das Beste aus der gegenwärtigen Situation machen und die jungen Leute auf diesem Weg für Forschung und Technik begeistern. Und einige dieser Formate wie DLR_School_Lab TV könnten vielleicht auch über die aktuelle Krise hinaus interessant sein.”

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