Glückliche Begegnungen im Kreis Herford mit europäischen Freunden

Kreis Herford. „Glück ist, frei sein zu können und den eigenen Platz in der Welt zu finden“, fasst Sara aus Italien zusammen, was sie und ihre 5 Mitschülerinnen und Mitschüler über das Glück denken. Gestern (15.10.) startet offiziell die Jugendwoche im Kreis Herford. Insgesamt 30 Jugendliche aus Deutschland, Italien, Lettland, Frankreich und Polen nehmen in diesem Jahr an der Begegnungswoche im Gesamteuropäischen Studienwerk in Vlotho teil und beschäftigen sich eine Woche lang mit dem Thema Glück.

Kreisdirektor Ralf Heemeier hat die Jugendlichen heute im Kreishaus begrüßt und erklärte in seiner Begrüßungsrede dass das Glück vor allem im Moment und in der Begegnung zu finden ist: „Derzeit gibt es eine sehr kontrovers diskutierte Debatte um Europa und seine Zukunft. Umso erfreuter bin ich, dass gerade hier die Jugend zusammen kommt, um über sich und ihr Glück zu reden –über das europäische Glück.“

Zu dem Thema „Glücksfaktoren und Werte in Europa: Was macht europäische Jugendliche glücklich“ stehen für die Jugendlichen noch bis zum 20. Oktober ganz unterschiedliche Vorträge, Workshops, Exkursionen und Gespräche an.

Ziel des Projektes ist es, nach der Auseinandersetzung mit Glücksfaktoren und Werten in Europa, einen gemeinsamen Glücksindex zu entwickeln. Dieser wird am Ende der Woche geladenen Gästen, der Presse sowie Christian Dahm (SPD; MdL) als offiziellem politischen Vertreter vorgestellt.
Darüber hinaus geht es bei den Jugendwochen um das Beleben der bestehenden Städtepartnerschaften, aber es geht auch darum, Freundschaften zu finden, Vorurteile abzubauen, verschiedene Kulturen und Sprachen kennenzulernen, und natürlich auch darum, gemeinsam Spaß zu haben.

Die Jugendbegegnungswochen haben in dieser Form bereits mehr als 20 Mal stattgefunden, immer abwechselnd in einer der Partnerstädte.


Zusatzinfo

Die letzten Jugendbegegnungswochen fanden im Juni 2013 in Bassano del Grappa in Italien statt, 2015 und 2017 im Kreis Herford und im Sommer 2018 in Voiron in Frankreich. Auch Sportvereine, Schulen, Institutionen oder Vereine sind seit vielen Jahren in die Begegnungs- und Austauschprojekte des Kreises miteinbezogen. Ehrenamtliche arbeiten an der Vorbereitung und Durchführung des Austauschprogrammes mit.

Der Charakter der Begegnungsprojekte hat sich in den letzten Jahren verändert – es werden immer häufiger multilaterale Projekte durchgeführt, an denen mehrere europäische Partnerregionen teilnehmen. Diese Projekte werden häufig durch die Europäische Kommission gefördert, um die Vision von einem zukünftigen gemeinschaftlichen Europa Wirklichkeit werden zu lassen.

Der Kreis Herford ist seit über vierzig Jahren in der Entwicklung der freundschaftlichen Verbindungen zu europäischen und außereuropäischen Städten und Regionen aktiv. Der Kreis hat insgesamt acht partnerschaftliche Beziehungen oder freundschaftliche Verbindungen zu Städten in Frankreich, Kroatien, Schottland, Nicaragua, Amerika, Polen, Lettland und Italien.

Die längste Partnerschaft hegt der Kreis Herford zu der Partnerstadt Voiron in Frankreich. In über vierzig Jahren aktiver Partnerschaft ist eine tiefe Freundschaft entstanden. Im Rahmen der partnerschaftlichen Beziehungen zu der französischen Stadt Voiron entwickelten sich in den 90er Jahren freundschaftliche Beziehungen zu Bassano del Grappa. Voiron und Bassano del Grappa sind bereits seit vielen Jahren Partnerstädte. Mit der polnischen Stadt Gorzow, ehemals Landberg, verbindet den Kreis Herford seit Ende der 80er Jahre eine enge Freundschaft. Aus einer Partnerschaft des Kreises Herford zu den ehemaligen Bewohnern der Stadt Landsberg an der Warthe entwickelte sich eine Partnerschaft zu den jetzigen Einwohnern der Stadt Gorzow.

Foto: Gruppe Europäische Jugendwoche: Kreisdirektor Ralf Heemeier (vorne Mitte) begrüße die 30 Jugendlichen aus 5 Ländern im Kreishaus und eröffnete damit offiziell die europäische Jugendwoche

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