Fusion der Krankenhäuser im Kreis Herford

Zwei Standorte, ein Ziel: Fusion von Klinikum Herford und Lukas-Krankenhaus Bünde soll Patientenversorgung im Kreis verbessern

Herford. Das Klinikum Herford und das Lukas-Krankenhaus Bünde fusionieren im Jahr 2023 zu den Kreiskliniken Herford-Bünde. Ziel ist es, die Patientenversorgung im Kreis Herford durch die Fusion der Kliniken weiter zu verbessern. Dadurch wächst der Verbund zum größten Arbeitgeber im Kreis.

Seit dem Jahr 2018 ist der Kreis Herford, der Gesellschafter der Klinikum Herford AöR ist, mit 25,1% der Gesellschaftsanteile am Lukas-Krankenhaus Bünde beteiligt. So wurden bereits im Jahr 2019 erste Überlegungen zur gemeinsamen Entwicklung zwischen dem Klinikum Herford und dem Lukas-Krankenhaus Bünde auf den Weg gebracht. In den Jahren 2020 und 2021, die maßgeblich durch die Pandemie bestimmt waren, wurden stetig zielgerichtete Schritte für eine Zukunft in einen gemeinsamen Verbund gegangen.

Viele Bereiche beider Kliniken sind heute schon eng miteinander verbunden und stimmen auf medizinischer und administrativer Ebene die Patientenversorgung auf einander ab. Beispielsweise wird die pathologische Diagnostik gemeinsam genutzt oder die teleradiologische Versorgung bereits im Verbund geregelt.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres erfolgten die gesellschaftsrechtlichen Vorbereitungen und die Einbindung der verschiedenen Gremien, bis zur Kreistagsitzung am heutigen Tag. Alle Beschlüsse in allen Gremien zur Fusion der Kliniken sind nunmehr getroffen. Das Lukas-Krankenhaus und das Klinikum Herford werden im Jahr 2023 zu den Kreiskliniken Herford-Bünde AöR. Sowohl das Lukas-Krankenhaus als auch das Klinikum Herford sollen ihren Eigennamen weiterführen, wenn auch unter dem Dach der neuen Kreiskliniken Herford-Bünde. Der angestrebte Verbund mit insgesamt 40.000 stationären Patienten und über 3.000 Mitarbeitenden wächst damit zum größten Arbeitgeber im Kreis Herford.

„Unser Ziel ist es, durch die Fusion beide Krankenhausstandorte zu stärken und somit die Patientenversorgung im Kreis Herford nachhaltig für die Bürger zu verbessern“, betont Landrat Jürgen Müller. „Gerade durch die Pandemie haben wir gesehen, wie wichtig die enge Abstimmung zwischen Kliniken ist und wie entscheidend dann auch zwei Standorte für die Versorgung sind“.

 

Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Dr. Heinz-Georg Beneke, freut sich über das Vertrauen, das nach zwei Jahren intensiver Zusammenarbeit gewachsen ist. „Das spiegelt sich auch in den einstimmigen Beschlüssen, sowohl der Gesellschafterversammlung als auch des Vereins entsprechend zur Fusion wieder. Durch diesen gemeinsamen Weg können wir das Lukas-Krankenhaus Bünde für die Zukunft nochmals deutlich stärken.“

Auch Peter Hutmacher betont die Wichtigkeit des Verbunds: „Gerade auch die im Jahr 2022 umzusetzende Krankenhausplanung NRW zeigt nochmals mit aller Deutlichkeit die Notwendigkeit, medizinische Behandlungen und Schwerpunkte in der Region gezielter auf einander abzustimmen und die zwei Klinikstandorte dauerhaft zu stärken“, so der Vorstandssprecher und Geschäftsführer beider Kliniken.

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